Halle

Halle
Händelstadt (umgangssprachlich)

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Hal|le ['halə], die; -, -n:
1. größeres Gebäude, das [vorwiegend] aus einem hohen, weiten Raum besteht:
in [der] Halle 2 werden Bücher der wissenschaftlichen Verlage ausgestellt.
Zus.: Bahnhofshalle, Fabrikhalle, Kühlhalle, Lagerhalle, Montagehalle, Schwimmhalle, Sporthalle, Turnhalle.
2. größerer Raum in einem [öffentlichen] Gebäude, der oft repräsentativen Zwecken dient:
in der Halle des Hotels warten.
Syn.: Saal, Salon.
Zus.: Eingangshalle, Empfangshalle, Hotelhalle, Säulenhalle.

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Hạl|le 〈f. 19
1. großer, hoher Raum, Saal (Ausstellungs\Halle, Bahnhofs\Halle, Fabrik\Halle, Flugzeug\Halle, Markt\Halle, Turn\Halle, Verkaufs\Halle, Werks\Halle)
2. weiträumiger Säulengang (Säulen\Halle)
3. 〈in Wohnhäusern〉 großer Vorraum, geräumige Diele (Vor\Halle)
4. 〈in Geschäftshäusern〉 großer Empfangsraum (Empfangs\Halle)
5. 〈in Hotels〉 Empfangs- u. Aufenthaltsraum (Hotel\Halle)
● jmdn. in der \Halle empfangen, erwarten; bitte warten Sie in der \Halle; in diesen heiligen \Hallen 〈poet.〉 an dieser geweihten Stätte [<ahd. halla, engl. hall; zu germ. *hel- „verbergen“; → hehlen]

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Hạl|le , die; -, -n [mhd. halle, ahd. halla, eigtl. = die Bergende]:
1. größeres Gebäude, das [vorwiegend] aus einem einzigen hohen Raum besteht:
die H. (Fabrikhalle) dröhnte vom Lärm der Maschinen;
unseren Messestand finden Sie in H. 3.
2. größerer, oft repräsentativen Zwecken, als Entree, Empfangshalle, allgemeiner Aufenthaltsraum o. Ä. dienender Raum in einem [öffentlichen] Gebäude:
eine geräumige H. mit modernen Sesseln;
in der H. des Hotels.

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I
Halle
 
[althochdeutsch halla, eigentlich »die Bergende«], weiter und hoher Raum, Teil eines Bauwerkes oder ein gesonderter Bau. In der Antike war die Halle ein nach mehreren Seiten offenes, aber stets überdecktes Bauwerk, häufig in Verbindung mit öffentlichen Gebäuden; es diente als Sonnen- und Regenschutz, z. B. als Wandelhalle (Stoa) oder Vorhalle; beim altitalischen Atriumhaus bildete die Halle (Atrium) den Mittelpunkt des Hauses. Das Mittelalter kannte die geschlossene Halle als Markthalle, Tuchhalle, Rathaushalle, Vorhalle bei Kirchen sowie die Hallenkirche. Einen Höhepunkt erreichte der mittelalterliche Hallenbau mit der Westminster Hall (1097, 1398 erneuert), dem ältesten erhaltenen Teil des Palace of Westminster in London. Im 19. und v. a. im 20. Jahrhundert entstanden große Hallenbauten als Fabrik-, Industrie-, Lager-, Messe-, Flugzeug-, Bahn(hofs)-, Kongress- und Sporthalle, denen der Stahlbetonbau neue architektonische Möglichkeiten erschloss. - Als Halle bezeichnet man auch den Hauptraum des nordwesteuropäischen Hauses (Diele, englisch hall) und den Empfangsraum von Hotels und andere Eingangshallen.
 
 
Flugzeug-H., bearb. v. R. Miedtank (1985);
 
Industrie-, Montage- u. Fertigungs-H., bearb. v. F. Frank (1985);
 
Lager-H., bearb. v. F. Frank: (1985);
 
Medien-, Ausstellungs- u. Kongressbauten. Buildings for the media, exhibitions and congresses, bearb. v. G. Bickenbach (1989);
 O. Schmalhofer: H. aus Beton-Fertigteilen (1995).
 
II
Hạlle
 
[zu mittelhochdeutsch hal »Salzbergwerk«], Name von geographischen Objekten:
 
 1) Hạlle, französisch Hal [al], Stadt und Wallfahrtsort in der Provinz Flämisch-Brabant, Belgien, an der Zenne südlich von Brüssel, 33 400 Einwohner; Maschinenbau, Papier-, Getränke- und Nahrungsmittelindustrie.
 
 
Die Basilika Notre Dame wurde 1341 im Stil der Brabanter Gotik begonnen; der Chor (1409 geweiht) ist von Kapellen umgeben. Die Kirche hat reichen plastischen Schmuck, besonders am Südportal (Maria mit Engeln, 15. Jahrhundert) und am Chor (Apostelzyklus, um 1400). Die »Schwarze Madonna«, der die Wallfahrt gilt, ist eine Holzstatuette des 13. Jahrhunderts. Zur Ausstattung gehört u. a. ein Renaissancealtar aus Alabaster (1533); reicher Kirchenschatz in der Krypta.
 
 
Halle, im 9./10. Jahrhundert Hauptort einer gleichnamigen, zu Hennegau gehörigen Grafschaft, erlitt infolge seiner Nähe zu Brabant bei kriegerischen Auseinandersetzungen häufig großen Schaden.
 
 
 2) Hạlle, Regierungsbezirk in Sachsen-Anhalt, 4 430 km2, 876 100 Einwohner; umfasst die kreisfreie Stadt Halle (Saale) sowie die Landkreise Burgenlandkreis, Mansfelder Land, Merseburg-Querfurt, Saalkreis, Sangerhausen und Weißenfels; Verwaltungssitz ist Halle (Saale).
 
 
 3) Hạlle, 1952-90 Bezirk der DDR, heute mit Ausnahme des ehemaligen Landkreises Artern, der zu Thüringen kam, der mittlere und südliche Teil von Sachsen-Anhalt.
 
 4) Hạlle-Neustadt, ehemaliger Stadtkreis am Westrand von Halle (Saale); Wohnstadt (Großplattensiedlung; Ende 1988: 93 400 Einwohner) für die Beschäftigten in Leuna und Schkopau. - Mit der 1964 erfolgten Ausgliederung aus dem Stadtgebiet von Halle (Saale) wurde das größte Vorhaben des komplexen Wohnungsbaus der DDR in den 60er-Jahren begonnen; bereits seit 1960 vorbereitende städtebauliche Planungen für eine große Chemiearbeiter-Wohnstadt. Der endgültige Stadtbebauungsplan entstand unter Leitung des Chefarchitekten Richard Paulick (1964). Halle-Neustadt ist in acht um ein Einkaufs- und Verwaltungszentrum gruppierte Wohnkomplexe gegliedert. Das Stadtbild wird durch Kunstwerke vorwiegend hallescher Künstler mitbestimmt. Dazu gehören u. a. der Alchimistenbrunnen (1968, von Martin Wetzel), der Frauenbrunnen (1974, von Gerhard Lichtenfeld), der Generationsbrunnen (1984, von Wolfgang Dreysse) und Wandbilder (u. a. von Burkhard Aust, 1993). Unter den neu entstandenen Einkaufs- und Dienstleistungseinrichtungen ist das mit einem Architekturpreis ausgezeichnete Hotel- und Dienstleistungszentrum »Magistralen Carré« (1993-95) von dem Wiener Architektenduo Hermann & Valentiny hervorzuheben. - Halle-Neustadt, 1967 zur Stadt erklärt, gehört seit 1990 wieder zu Halle (Saale).
 
 5) Hạlle (Saale), kreisfreie Stadt in Sachsen-Anhalt, 100 m über dem Meeresspiegel, am Westrand der Leipziger Tieflandsbucht, an der Saale, Verwaltungssitz des Regierungsbezirks Halle und des Saalkreises, 247 700 Einwohner Halle (Saale) ist die größte Stadt von Sachsen-Anhalt sowie dessen kultureller und wissenschaftlicher Mittelpunkt mit bedeutenden Einrichtungen und Institutionen, besonders Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Hochschule für Kunst und Design, Bundeskulturstiftung, Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina, Evangelische Hochschule für Kirchenmusik, Max-Planck-Institut für Mikrostrukturphysik und für ethnologische Forschung, Institutsteil des Fraunhoferinstitutes für Werkstoffmechanik in Freiburg im Breisgau, Institut für Strukturpolitik und Wirtschaftsförderung, Institut für Wirtschaftsforschung Halle, Technologie- und Gründerzentrum Halle, Biozentrum, Umweltforschungszentrum Halle-Leipzig, Universitäts- und Landesbibliothek Sachsen-Anhalt, Landesamt für Archäologische Denkmalpflege/Landesmuseum für Vorgeschichte, Halloren- und Salinemuseum, Stadtmuseum, Archäologische Sammlung Robertinum, Julius-Kühn-Museum für Haustierkunde, Museen der Universität (u. a. Geiseltalmuseum), Händelhaus, die Franckeschen Stiftungen, mehrere Theater, besonders Opernhaus und »neues theater« sowie zoologischer, botanischer Garten und Galopprennbahn. Jährlich finden in Halle (Saale) die Händelfestspiele statt.
 
 
Die Wirtschaft der Stadt ist vielseitig und mittelständisch geprägt. Wichtige Branchen sind Maschinen- und Fahrzeugbau, Waggonbau (Halle-Ammendorf), Lebensmittel- und Druckindustrie (Mitteldeutsches Druck- und Verlagshaus), ergänzt von Technologie- und Dienstleistungsunternehmen der umliegenden Chemie- und Versorgungswirtschaft.
 
Verkehr:
 
Halle (Saale) ist ein wichtiger Eisenbahnknotenpunkt in der Nähe des internationalen Flughafens Leipzig-Halle bei Schkeuditz; S-Bahn. Nördlich von Halle (Saale) liegt der Petersberg.
 
 
Am Markt im Mittelpunkt der Altstadt steht die spätgotische Marktkirche (1529-54) an der Stelle zweier romanischer Kirchen, von denen die Türme übernommen wurden: die »Hausmannstürme« von Sankt Marien im Osten (Marktseite) und die »Blauen Türme« von Sankt Gertruden im Westen; chor- und querschiffloser Bau mit Netz- und Sterngewölben; in der reichen Ausstattung spätgotischer Flügelaltar (1529). Auf dem Marktplatz frei stehend der spätgotische Rote Turm (1418-1506). Nordwestlich vom Markt befindet sich der Dom, im Kern frühgotisch (um 1280 begonnen), 1520-25 spätgotisch umgebaut, aus dieser Zeit die 17 Pfeilerstatuen; das Portal zur Sakristei ist ein frühes Beispiel der Renaissance in Mitteldeutschland. Neben dem Dom ist die Neue Residenz (1531-37), Kapelle (1539 vollendet) in bewusster Abkehr von gotischen Formen. Nördlich des Doms befindet sich die Moritzburg, eine spätgotische unregelmäßige Vierflügelanlage (1484-1503, 1637 zerstört), im 1901-13 ausgebauten Ost- und Südflügel ist heute die Staatliche Galerie Moritzburg untergebracht. Im Südwesten der Altstadt steht die spätgotische Moritzkirche (1388-1511) nach einem Entwurf Konrads von Einbeck, von ihm auch einige der plastischen Werke; im Südosten befindet sich die spätgotische Ulrichskirche (1975/76 zum Konzertsaal umgestaltet). Von den Bauten der Renaissance ist der auf dem Martinsberg von Nickel Hofmann 1557-94 gestaltete Stadtgottesacker (Begräbnisstätte ähnlich einem italienischen Camposanto) hervorzuheben. Die Burg Giebichenstein (961 erwähnt) besteht aus Alter Burg (Amtsgarten), Oberburg (1636 zum Teil zerstört; heute Freilichtmuseum) und Unterburg (weitgehend Neubau des 15. Jahrhunderts), die nach 1919 von P. Thiersch zur Kunstgewerbeschule ausgebaut wurde und heute Sitz der »Burg Giebichenstein - Hochschule für Kunst und Design« ist. Zahlreiche Bürgerhäuser sind erhalten (zum Teil 16. Jahrhundert). Die spätklassizistische Gebäude der Universität wurden 1832/34 errichtet. W. Kreis baute 1911-12 das Museum für Ur- und Frühgeschichte (heute Landesmuseum für Vorgeschichte). Aus der Zeit des Jugendstils stammen u. a. ein Wohn- und Geschäftshaus in der Ulrichstraße (1897/98) und der als Arbeitervereinslokal errichtete »Volkspark« (1906/07). Zu den bemerkenswerten Arbeiten des »Neuen Bauens« gehört das ehemalige Bürohaus Forsterhof (1921/22, von Alfred Gellhorn und Martin Knauthe). Im Süden der Stadt entstanden große Wohnsiedlungen: u. a. Lutherplatz (1927-29), Gartenstadt Gesundbrunnen (1926-31). - Die Innenstadt, die von den Zerstörungen des Zweiten Weltkrieges relativ verschont geblieben ist, zählte zu den bedeutendsten Denkmalen historischer Stadtbaukunst in Mitteldeutschland. Aufgrund der verzögerten Inangriffnahme einer umfassenden werterhaltenden Stadtraumsanierung verfiel die Altbausubstanz. Obgleich man bei der Gestaltung der repräsentativen Kommunikations- und Einkaufsachse im Stadtzentrum denkmalpflegerische Auflagen berücksichtigte, wurden beträchtliche Teile des Stadtkerns abgetragen und neu bebaut. Am Hansering entstand 1967 das heute umstrittene 24 m hohe Fahnenmonument von Sigbert Fliegel. Westlich der Saale wurde ein Universitäts-Komplex errichtet (Erweiterungen in den 1990er-Jahren, u. a. Neubau des Juridicums). In Kröllwitz entstand ein Klinikum (1971-76). Seit Beginn der 1990er-Jahre bestimmen umfangreiche Sanierungsarbeiten der noch erhaltenen Altbausubstanz neben zahlreichen Neubauprojekten (u. a. am Markt) das Stadtbild. Mit der 1996-98 erbauten »Händel-Halle« erhielt die Stadt ein modernes Kultur- und Kongresszentrum.
 
 
Die ältesten archäologischen Funde im Gebiet von Halle gehören dem Mittel- und Jungpaläolithikum an (Petersberg). Bäuerliche Kulturen der Jungsteinzeit sind bei Halle seit dem 5. Jahrtausend v. Chr. belegt. Aus der Bronzezeit stammen reiche Depotfunde, die vermuten lassen, dass damals bereits Salz gewonnen wurde. Archäologisch bezeugt ist die Salzgewinnung erst für die eisenzeitlichen, an zahlreichen Stellen der Stadt durch Briquetagefunde zu belegende Hallesche Kultur, die ihren Verbreitungsschwerpunkt im Saalegebiet hatte und um 400 v. Chr. durch die Ausbreitung der Jastorfkultur nach Süden zum Erliegen kam.
 
806 ließ Karl, ein Sohn Karls des Großen, zum Schutz des Saaleübergangs ein Kastell Hạlla anlegen. Die sich entwickelnde Siedlung, wie die Salzquellen 961 bezeugt, gehörte zum 968 gegründeten Erzbistum Magdeburg; mit der Intensivierung der Salzgewinnung (»Halloren«) kam es zum Aufblühen der Siedlung. Zwischen 1262 und 1281 trat die wesentlich vergrößerte und mit einem Mauerring befestigte Stadt der Hanse bei. Die wirtschaftlich starke, seit 1258 von einem Rat gelenkte Stadt suchte seit dem 14. Jahrhundert die bischöfliche Stadtherrschaft abzuschütteln; 1474 führten innere Unruhen zur Beteiligung der »Innungen und Gemeinheiten« am bisher dem Patriziat der Pfänner (Salzherren) vorbehaltenen Stadtregiment. Mit dem Bau der Zwingfeste Moritzburg (1503-1680 Residenz des Erzbistums Magdeburg) unterbanden die bischöflichen Stadtherren jeden Erhebungsversuch. 1518 setzte sich die protestantische Lehre in Halle durch. 1680 fiel die Stadt an Brandenburg-Preußen. Die 1694 gegründete Universität machte Halle zu einem Mittelpunkt des deutschen Geisteslebens (u. a. C. Thomasius, A. H. Francke, C. Wolff; 1754 promovierte hier Dorothea Christiana Erxleben als erste Frau Deutschlands zum Doktor der Medizin); 1817 wurde die Universität mit der Universität in Wittenberg zur Friedrichs-Universität vereinigt.
 
Die moderne wirtschaftliche Entwicklung setzte um 1830 ein (Kalisalz- und Braunkohlenabbau sowie Zuckersiederei und Zuckerrübenanbau; später Maschinenbau). V. a. die Eröffnung der Eisenbahnlinie Halle-Magdeburg (1840) bewirkte ein schnelles Wachstum der Stadt (1840: 28 100, 1871: 52 800, 1890: 101 700 und 1930: 203 900 Einwohner), starke Zuwanderung aus Mittel- und Ostdeutschland ihre Ausdehnung nach Süden und Norden (Eingemeindung von Trotha, Giebichenstein und Kröllwitz im Jahre 1900). 1945-52 war Halle Hauptstadt von Sachsen-Anhalt, 1952-90 Hauptstadt des DDR-Bezirkes Halle. Nach weiteren Eingemeindungen 1950 (u. a. Ammendorf) gehört seit 1990 Halle-Neustadt wieder zu Halle (Saale).
 
In Halle wurde 1685 G. F. Händel geboren.
 
 
 
H. Gesch. der Stadt in Wort u. Bild, hg. v. E. Könnemann (Berlin-Ost 21983);
 R.-M. u. R. Frenzel: Kunst- u. Kulturführer Leipzig-H. u. Umgebung (1993);
 
Journal H. (1994);
 
Journal Region H., hg. v. J. Gall (1995).
 
 6) Hạlle (Westfalen), Stadt im Kreis Gütersloh, Nordrhein-Westfalen, am Südhang des Teutoburger Waldes, 70-316 m über dem Meeresspiegel, 19 500 Einwohner; Kunst- und Kulturmuseum; Süßwarenherstellung, Herstellung von Bekleidung, Nadellagern, Arzneimitteln, Verpackungsmaterialien und Branntwein.
 
 
Wasserschloss Tatenhausen (um 1540), eine Dreiflügelanlage; Wirtschaftsgebäude zum Teil mit Treppengiebeln; Torhaus (1739/40); im Park Treibhaus von J. C. Schlaun (um 1738).
 
 
Das 1246 erstmals erwähnte Kirchdorf Halle kam 1614 (endgültig 1648) mit Ravensberg an Brandenburg-Preußen. 1719 wurde es Stadt.
 
 
III
Halle
 
['hælɪ], Morris, amerikanischer Sprachwissenschaftler, * Libau (Lettland) 23. 7. 1923; ab 1961 Professor für moderne Sprachen am Massachusetts Institute of Technology (MIT) in Cambridge (Massachusetts); trat in Zusammenarbeit mit R. Jakobson mit Werken hervor, deren Ziel die Theorie einer universellen Phonologie war.
 
Werke: Preliminaries of speech analysis (1952, mit R. Jakobson und C. G. M. Fant); Fundamentals of language (1956, mit R. Jakobson; deutsch Grundlagen der Sprache); The sound pattern of Russian (1959); The sound pattern of English (1968, mit N. Chomsky); English stress (1971, mit S. J. Keyser); Problem book in phonology (1983, mit G. N. Clements); An essay on stress (1987, mit J.-R. Vergnaud).
 
Hg: The formal analysis of natural languages (1973).

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Hạl|le, die; -, -n [mhd. halle, ahd. halla, eigtl. = die Bergende]: 1. größeres Gebäude, das [vorwiegend] aus einem einzigen hohen Raum besteht: die H. (Fabrikhalle) dröhnte vom Lärm der Maschinen; das Werk baut eine neue H.; Das Wummern der Maschinen in der großen H. war nur als leises Vibrieren zu spüren (H. Gerlach, Demission 84); unseren Messestand finden Sie in H. 3; Springreiten in der H. (Reithalle); der Zug verlässt die H. (Bahnhofshalle). 2. größerer, oft repräsentativen Zwecken, als Entree, Empfangshalle, allgemeiner Aufenthaltsraum o. Ä. dienender Raum in einem [öffentlichen] Gebäude: eine geräumige H. mit modernen Sesseln; in der H. des Hotels, des Postamts; In der H. saßen einige alte Damen und legten Patience (Salomon, Boche 30).

Universal-Lexikon. 2012.

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